«Dagegen sah ich die falschen Modigliani, die Kollegen von mir gemacht hatten, in Amerika wieder. Ich musste früher einmal beurteilen, ob diese Fälschungen gut gemacht seien, und ich muss sagen, sie waren sehr gut gemacht. Meine Kollegen entliehen bei Modigliani ein Bild, ‚um es anzuschauen’, wie sie sagten, und wenn sie es dann im Atelier hatten, machten sie eine Kopie. Wenn sie damit fertig waren, stellten sie die Kopie neben das Original und riefen mich dazu. Ich konnte so gut hinschauen, wie ich wollte, ich wusste nicht, welches gefälscht und welches echt war. Deshalb sagte ich zu ihnen: ‚Hört doch, Ihr müsst immerhin ein Zeichen machen, damit man sie unterscheiden kann.’ Und sie machten einen kleinen Bleistiftpunkt ins Chassis der Fälschung. Diesen Bleistiftpunkt traf ich in Amerika wieder an. […] So war das Leben!»
Quellenangabe:Ein Mythos der Moderne,erschienen im DuMont Verlag,2008





