«Zwischen 1917 und 1924 bietet die Dadabewegung, ein metaphysischer Versuch zum Irrationalen hin, wenig Möglichkeiten für die Malerei. Doch zeigt gerade Picabia in den Bildern dieser Zeit seine große Affinität zum Geiste Dadas. Danach malt er über Jahre nur Aquarelle im akademischen Stil, Spanierinnen im Landeskostüm. Später geht er das Problem der Durchsichtigkeit (transparence) in der Malerei an. Durch das Nebeneinanderstellen transparenter Formen und Farben erreicht er auf der Leinwand sozusagen eine dritte Dimension ohne Zuhilfenahme der Perspektive. Picabia gehört zum Typ der fruchtbaren Künstlers, der das perfekte Werkzeug besitzt: eine unermüdliche Phantasie.»

reference:Harald Szeemann:Der Hang zum Gesamtkunstwerk,Europäische Utopien seit 1800,1983, page 303