Jean Dubuffet quotes

 
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«Der Intellektuelle ist hingerissen von Ideen, er ist ein großer Ideenkauer und kann nicht verstehen, daß es noch anderen Kaugummi gibt als die Ideen. Aber die Kunst ist nun einmal ein Kaugummi, der nichts mit Ideen zu tun hat. Das verliert man manchmal aus den Augen»

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«Die wirkliche Kunst ist immer dort, wo man sie nicht erwartet! Wo niemand an sie denkt noch ihren Namen nennt. Die Kunst verabscheut es, erkannt und mit Namen angesprochen zu werden. Sonst macht sie sich alsbald davon. Die Kunst ist eine Person, die leidenschaftlich an ihrem Inkognito hängt. Sobald es fällt und man mit dem Finger auf sie zeigt, macht sie sich davon und hinterläßt an ihrer Stelle jemanden mit Lorbeerkranz und einem Schild mit der Aufschrift KUNST auf dem Rücken. Jeder besprengt ihn mit Champagner und die Veranstaltungsredner führen ihn an einen Ring durch die Nase von Stadt zu Stadt. Das ist die falsche Kunst."»

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«Wo die Kultur ihre pompösen Podien aufschlägt, wo es Preise und Lorbeer regnet, da sollte man schleunigst das Feld räumen: die Aussichten dort auf Kunst zu treffen sind minimal. Und sollte sie jemals dort gewesen sein, hat sie sich schleunigst in ein besseres Klima verzogen. Sie kann nämlich die Luft der kollektiven Zustimmung nicht vertragen. Selbstverständlich ist die Kunst ihrem Wesen nach verwerflich! und überflüssig! und asozial, subversiv, gefährlich! Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie weiter nichts als Falschgeld…»

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«Die Kunst ist eine Sprache: Werkzeug zur Erkenntnis und zur Verständigung.»

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«Keine Kunst ohne Trunkenheit. Dann aber: göttliche Trunkenheit! Die Vernunft möge verschwinden! Rausch! Das höchste Stadium des Rausches! In den brennenden Wahnsinn getaucht! Viel weiter als je der Alkohl führt! Die Kunst ist die leidenschaftlichste Orgie des Menschen. Kann man Menschen begegnen, die von Kunst ganz nüchtern und einfach sagen: Ich werde mir gleich ein Bild anschauen, ohne mit den Zähnen zu klappern? - als ob es sich um die tiefste und totalste Ausschweifung handle, eine Art Sabbat, wohin man sich wahrscheinlich nicht begibt, ohne daß das Herz beklommen schlägt, wenn man anderen anvertraut: Ich gehe gleich zu einem Zauberer und lasse mich in eine Maus verwandeln.»

reference:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,published in DuMont Verlag,2007

 
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«Selbstverständlich ist die Kunst ihrem Wesen nach verwerflich! Und überflüssig! Und asozial, subversiv, gefährlich! Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie weiter nichts als Falschgeld, leere Hülle, Kartoffelsack...»

1948
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«Der künstlerische Schöpfungsakt, der mit so extremer Anspannung einhergeht, und das hohe Fieber, das ihn begleitet, können sie überhaupt normal sein?»

 
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«Ich strebe nach einer Kunst, die direkt an das Alltagsleben angeschlossen ist... die ein unmittelbares Ausströmen unseres wahren Lebens und unserer wahren Stimmung ist.»

 
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«Die Malerei arbeitet mit Zeichen, die nicht abstrakt und unkörperlich sind wie Worte. Die Zeichen der Malerei sind den Gegenständen selbst viel näher. Darüber hinaus manipuliert die Malerei Materialien, die selbst wiederum lebende Substanzen sind. Deshalb erlaubt es uns die Malerei, in der Annäherung an Dinge und in der Beschwörung viel weiter zu gehen, als Worte dies tun.»

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