«Buchloh hat eine wichtige These über die heutige Kunst aufgestellt, in der Graham, zusammen mit Daniel Buren und Michael Asher, eine kanonische Stellung als 'Funktionalist' zugeschrieben wird.»
Jeff Wall quotes
«Ich glaube, daß ernsthafte Kunst ganz und gar nicht exklusiv ist, trotzdem ist sie nicht für alle, sondern für irgendwen.»
«In Roy Ardens archivischen Arbeiten der achtziger Jahre wird Lokalgeschichte im Zeichen der Katastrophe dargestellt.»
reference:"An Artist and His Models", in: Roy Arden, Kat. Contemporary Art Gallery, Vancouver 1993; wieder in: Parachute, No. 74, April-Juni 1994, S. 5-11; Über
«Bei Arden setzt sich der Genius loci aus einzelnen Gefühlsscherben, aus Schmerz und Verlust zusammen. Emblematisch ist der Fall der Enteignung, und man könnte sagen, daß all seine archivischen Arbeiten Allegorien der Enteignung sind, in denen die Konflikte und Niederlagen in der Geschichte British Columbias als Splitter im Panorama einer sich verelbstständigenden Modernität erscheinen, welches, von der modernistischen Kunst und ihrem Diskursen begründet, zum höchst ernsthaften Abbild von Geschichte und Geschichtlichkeit geworden ist.»
reference:"An Artist and His Models", in: Roy Arden, Kat. Contemporary Art Gallery, Vancouver 1993; wieder in: Parachute, No. 74, April-Juni 1994, S. 5-11; Über
«Rodney Grahams Arbeiten schreiben sich in einen Komplex von philosophischen, ästhetischen, historischen und sozialen Fragestellungen ein, und sie tun dies mit neuartigen und unerwarteten Methoden.»
reference:"Into the Forest: Two sketches for studies of Rodney Graham's work", in: Rodney Graham: Works 1976-88, Kat. Vancouver Art Gallery, Vancouver 1988, S.9
«Ein Bild ist etwas, das sein Vorher und Nachher unsichtbar macht.»
reference:Kerstin Stremmel:Realismus,published in Taschen Verlag,2005
«Die Feierlichkeit, Tatkraft und Sinnlichkeit der Gebärden barocker Kunst werden in der Moderne von mechanistischen Bewegungen, Reflexhandlungen und unwillkürlichen, zwanghaften Reaktionen ersetzt. Reduziert auf das Emissionsniveau biomechanischer oder bioelektronischer Energie, sind die Handlungen nicht mehr wirklich Gebärden im Sinne der älteren Kunst, und sie sind auch kleinlicher, gedrängter,m kaputter, rüder, heftiger. In ihrer Kleinheit korrespondieren sie jedoch mit unseren erweiterten Mitteln der Vergrößerung beim Herstellen und Zur-Schau-stellen von Bildern. Ich photographiere alles aus beständiger Nähe und projiziere es mit einem anhaltenden Ausbruch von Licht weiter, um es über die photographische Vergrößerung hinaus noch zu verherrlichen. Es sind die kleinen beschränkten Handlungen, die unfreiwillig ausdruckvollen, der Photographie so gut zu Gesicht stehenden Körperbewegungen, die im Alltag von der ältesten Vorstellung der Gebärde als einer körperlichen, bildhaften Form geschichtlichen Bewußtseins übrig bleiben.»
«Die 'Kultur der Überschreitungen' enthält einen gewissen romantischen Binarismus. Das Gesetz existiert, und es erdrückt die Seele. Das Gesetz zu befolgen heißt, in Mißtrauen zu leben. Die Überschreitung ist der Beginn einer authentischen Existenz der Ursprung von Wahrheit und Freiheit der Kunst. Aber moderne Gesellschaften sich rechtsstaatlich verfaßt, sie haben sich bewußt ihre eigenen Fundamente geschrieben und schreiben sie beständig neu. Vielleicht ist das Schreiben und nicht das Brechen von Gesetzen der bedeutsamste und charakteristischste künstlerische Akt in der Moderne. Die Avantgarde-Kunst hat zweifellos in dieser Weise funktioniert, indem sie ebenso schnell neue Gesetze schrieb wie sie alte brach und dadurch den Verfassungsstaat nachahmte. Das Heranreifen und Altern der modernistischen Kunst stellt diesen Aspekt vielleicht deutlicher heraus.»
«Gattungen sind Formen der Praxis, die sich im Laufe der Zeit langsam herausgebildet haben, wie Steine, die vom Wasser geformt wurden, allerdings mit dem Unterschied, daß ihre Herausbildung zum Teil absichtsvoll, reflexiv und selbstbewußt geschiet. 'Generische' Konstruktionen sind von Natur aus alt. Das ist vielleicht der Grund, weshalb sie, wie Baudelaire festgestellt hat, eine so wichtige Rolle für den Ausdruck den 'Neuen' und des 'Modernen' spielen-»
«Das Interesse an Dan Grahams Werk ist am stärksten unter Anti-Formalisten, die an einer Soziologie der Illusion im Bereich der Kunst arbeiten. Dieser kritische Ansatz ist zum größten Teil von Benjamin Buchloh entwickelt worden.»
