Fernand Léger Zitate

 
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«Die Kunst ist subjektiv. Darüber sind wir uns einig. Aber von einer kontrollierten Subjektivität, die sich auf einen "objektiven" Rohstoff stützt. Dies wenigstens ist meine unerschütterliche Überzeugung.»

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Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

1913
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«Ohne die gegenwärtige Entwicklung mit den wissenschaftlichen Entdeckungen zur Zeit jener Revolution vergleichen zu wollen, die sich am Ende des Mittelalters durch Gutenbergs Erfindung im Bereich der Ausdrucksmittel der Menschheit vollzog, möchte ich doch darauf aufmerksam machen, dass die modernen mechanischen Verfahren - die Farbphotographie, der Cinematograph, die Fülle mehr oder weniger populärer Romane, die Verbreitung des Theaters - die Ausführung eines visuellen, sentimentalen, beschreibenden und allgemein verständlichen Sujets durch die bildende Kunst wirksam ersetzen und künftig überflüssig machen.»

1913
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«Ich frage mich wirklich: - worauf wollen alle jene mehr oder weniger historischen oder dramatischen Bilder in den französischen ,Salons' angesichts des ersten Bildschirms des Kinos noch Anspruch erheben?»

1913
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«Die Photographie erfordert weniger Sitzungen als das Porträt, gibt die Ähnlichkeit getreuer wieder und kostet weniger. Der Porträtmaler stirbt aus, die Genre- und Historienmaler werden nicht ihren schönen Tod sterben, sondern von ihrer Epoche getötet werden.»

1913
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«Die Spezialisierung ist das Moderne. Die Malkunst, ebenso wie alle anderen Ausdrucksweisen des menschlichen Geistes, muss sich diesem Gesetz unterwerfen. Diese Spezialisierung ist logisch. Indem sie jedem die Beschränkung auf sein eigentliches Ziel auferlegt, erlaubt sie ein Verdichten der Ergebnisse. Dadurch gewinnt die Malkunst an Realismus. Das moderne Konzept liegt folglich nicht in einer vorübergehenden Abstraktion, die nur für einige Eingeweihte taugt, es liegt im Gesamtausdruck einer neuen Generation, deren Bedürfnissen es sich fügt und auf deren Bestrebungen es antwortet.»

über Amedeo Modigliani
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«Dagegen sah ich die falschen Modigliani, die Kollegen von mir gemacht hatten, in Amerika wieder. Ich musste früher einmal beurteilen, ob diese Fälschungen gut gemacht seien, und ich muss sagen, sie waren sehr gut gemacht. Meine Kollegen entliehen bei Modigliani ein Bild, ‚um es anzuschauen’, wie sie sagten, und wenn sie es dann im Atelier hatten, machten sie eine Kopie. Wenn sie damit fertig waren, stellten sie die Kopie neben das Original und riefen mich dazu. Ich konnte so gut hinschauen, wie ich wollte, ich wusste nicht, welches gefälscht und welches echt war. Deshalb sagte ich zu ihnen: ‚Hört doch, Ihr müsst immerhin ein Zeichen machen, damit man sie unterscheiden kann.’ Und sie machten einen kleinen Bleistiftpunkt ins Chassis der Fälschung. Diesen Bleistiftpunkt traf ich in Amerika wieder an. […] So war das Leben!»

Quellenangabe:Christoph Vitali :Ein Mythos der Moderne,erschienen im DuMont Verlag,2008

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