Franz Marc Zitate

 
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«Sie mit ihren kubistischen und sonstigen Programmen werden nach schnellen Siegen an ihrer eigenen Äußerlichkeit zugrunde gehen.»

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Quellenangabe:Der Blaue Reiter,1984

1911
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«In unserer Epoche des großen Kampfes um die neue Kunst streiten wir als "Wilde", nicht Organisierte gegen eine alte, organisierte Macht. Der Kampf scheint ungleich; aber in geistigen Dingen siegt nie die Zahl, sondern die Stärke der Ideen. Die gefürchteten Waffen der "Wilden" sind ihre neuen Gedanken; sie töten besser als Stahl und brechen, was für unzerbrechlich galt.»

Quellenangabe:Kunsttheorie im 20. Jahrhundert,Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Band I: 1895 - 1941. Band II: 1940 - 1991,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1998, Seite 124

 
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«Blau ist das männliche Prinzip, herb und geistig. Gelb ist das weibliche Prinzip, sanft, heiter und sinnlich. Rot die Materie, brutal und schwer und stets die Farbe, die von den anderen beiden bekämpft und überwunden werden muss.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Die kommende Kunst wird die Formwerdung unserer wissenschaftlichen Überzeugung sein; sie ist unsere Religion, unser Schwerpunkt, unsere Wahrheit.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

über Édouard Manet

«Wer glaubt sich dem Herzen der Natur näher, die Impressionisten oder die Jüngsten von heute? Es gibt kein Maß, mit dem hier zu messen wäre; es gibt aber die Tatsache zu erhärten, daß wir uns in unseren Bildern dem Herzen der Natur mindestens ebenso nahe glauben als Manet, wenn er durch raffinierte Wiedergabe der äußeren Form und Farbe des Pfirsichs oder der Rose ihren Duft zu verraten und ihr inneres Geheimnis fühlbar zu machen versuchte.»

 
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«Daß der Wille zur Form unsere Definition für Kunst ist, brauche ich wohl kaum zu sagen. Kunst ist niemals etwas anderes als Wille zur Form. Aber etwas anderes ist nötiger zu sagen: Kunst als Wille zur Form ist nur ganz selten da; nur dann, wenn eine neue Zeit reif ist, geformt zu werden, Form zu werden»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Die Kunst in ihrer reinsten Form ist immer die kühnste Trennung zwischen der Natur und der "Naturalität" gewesen. Sie ist die Brücke zur geistigen Welt.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Kunst ist nur selten da. In den langen Pausen der Geschichte, in denen die Kunst frei ist, nennt man Anderes, Ähnliches, ach sehr Unähnliches, Unmögliches Kunst. Vielleicht will es ein kleines Bedürfnis so. Aber wo ein Bedürfnis, eine Nützlichkeit nach Kunst schreit, haben wir schon keine Kunst mehr, keinen Willen zu Form mehr.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Kunst ist immer nur Erkenntnis und Bejahung des Glaubens. Brauchbarkeit, Genuß, Glück liegen auf der äußersten Peripherie des Kunstempfindens, wo die Kunst verdünnt und verschlechtert ein höchst ärmliches Dasein führt.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Die Kunst ist heute nicht mehr dazu da, den Menschen zu großen oder kleinen Vorwänden zu dienen. Die Kunst ist metaphysisch, wird es sein; sie kann es erst heute sein. Die Kunst wird sich von Menschenzwecken und Menschenwollen befreien."»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Wir leben heute nicht mehr in einer Zeit, in der die Kunst Helferin des Lebens ist. Was heute an echter Kunst entsteht, scheint eher der Niederschlag aller Kräfte zu sein, die das Leben nicht aufzubrauchen, aufzusaugen vermag; sie ist die Gleichung, die abstrakt gesinnte Geister aus dem Leben ziehen, wunschlos, zwecklos und ohne Hader. In anderen Zeiten ist die Kunst die Hefe, die den Teig der Welt durchsäuert, solche Zeiten sind heute fern.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

1913

«Die "Mystik" erwachte in den Seelen und mit ihr uralte Elemente der Kunst. Es ist unmöglich, die letzten Werke dieser "Wilden" aus einer formalen Entwicklung und Umdeutung des Impressionismus heraus erklären zu wollen. Die schönsten prismatischen Farben und der berühmte Kubismus sind als Ziel diesen "Wilden" bedeutungslos geworden. Ihr Denken hat ein anderes Ziel. Durch ihre Arbeit ihrer Zeit "Symbole" zu schaffen, die auf die Altäre der kommenden geistigen Religion gehören und hinter denen der technische Erzeuger verschwindet. Spott und Unverstand werden ihnen Rosen auf dem Wege sein. Nicht alle offiziellen "Wilden" in Deutschland und außerhalb träumen von dieser Kunst und von diesen hohen Zielen. Um so schlimmer für sie. Sie mit ihren kubistischen und sonstigen Programmen werden nach schnellen Siegen an ihrer eigenen Äußerlichkeit zugrunde gehen.»

über Wassily Kandinsky
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«Kandinskys Kunst ist ebenso prophetisch wie seine Worte, - die einzige wirklich prophetische in unserem Kreis ("Der Blaue Reiter"). Kandinsky ist der eigentliche Mittelpunkt der ganzen Bewegung»

Quellenangabe:Briefwechsel mit Autoren und Künstlern ,1979

 
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«Es ist merkwürdig, wie geistige Güter von den Menschen so vollkommen anders gewertet werden als materielle. [...] Es ist wahnsinnig schwer, seinen Zeitgenossen geistige Geschenke zu machen.»

Quellenangabe:Der Blaue Reiter,1984

1911
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«Ihr Denken hat ein anderes Ziel. Durch ihre Arbeit ihrer Zeit Symbole zu schaffen, die auf die Altäre der kommenden geistigen Religion gehören und hinter denen der technische Erzeuger verschwindet.»

Quellenangabe:Der Blaue Reiter,1984

 
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«Wozu neue Bilder und neue Ideen? Was kaufen wir uns dafür? Wir haben schon zuviel alte, die uns auch nicht freuen, die uns Erziehung und Mode aufgedrängt hat.»

Quellenangabe:Der Blaue Reiter,1984

über Max Pechstein
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«Mir ist höllisch Angst vor einer Popularität wie der seinen.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008

 

«Wir suchen das unteilbare Sein, die geistdurchdrungene Wirklichkeit, die die verhängnisvolle Spaltung von Ich und Welt überwindet.»

 
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«"Ich empfand schon sehr früh den Menschen als "häßlich"; das Tier schien mir schöner, reiner."»

Quellenangabe:Der blaue Reiter - Dokumente einer geistigen Bewegung-1986-Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig

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