Kasimir Malewitsch Zitate

 
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«Ich habe mich selbst in eine Null der Formen verwandelt und mich aus dem tiefen Dreckwasser der Akademischen Kunst herausgefischt.»

Quellenangabe:Kunsttheorie im 20. Jahrhundert,Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Band I: 1895 - 1941. Band II: 1940 - 1991,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1998, Seite 208

 
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«Nur stumpfsinnige und kraftlose Künstler verschleieren ihre Kunst durch Aufrichtigkeit. In der Kunst ist Wahrheit erforderlich, nicht aber Aufrichtigkeit.»

Quellenangabe:Kunsttheorie im 20. Jahrhundert,Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Band I: 1895 - 1941. Band II: 1940 - 1991,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1998, Seite 208

 
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«Kunst hat kein Interesse mehr daran, Staat und Religion zu dienen, sie wünscht nicht länger, Illustration der Kulturgeschichte zu sein, sie will weiter nichts mehr mit dem Objekt als solchem zu tun haben, und glaubt, daß sie, ohne Objekte existieren kann.»

Quellenangabe:Gerd de Vries:Über Kunst / On Art,Künstlertexte zum veränderten Kunstverständnis nach 1965 /Artists' Writings on the Changed Notion of Art After 1965,erschienen im DuMont Verlag,1974, Seite 21

 
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«Mir scheint, dass der Suprematismus hier erstmals als endgültiges Aus für den ganzen Konstruktivismus und als Basis des Lebens dargestellt wird […] Die Arbeit in Deutschland ist deshalb gut, weil das jetzt alles in der ganzen Welt bekannt wird.»

1927
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«Die Welt als Empfindung der Idee, unabhängig vom Bild – das ist der wesentliche Inhalt der Kunst. Das Quadrat ist nicht das Bild. So, wie der Schalter und der Stecker auch nicht der Strom sind.»

 
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«Das Business hat mir immer Spaß gemacht. Denn Geld bedeutet Unabhängigkeit und Sicherheit im Leben. Was soll daran falsch sein?»

 
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«The artist who wants to develop art beyond its painting possibilitiesis forced to theory and logic.»

Quellenangabe:Joseph Kosuth:Art after Philosophy and After,Collected Writing, 1966-1990,erschienen im MIT Press Verlag,1991

 
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«Der Künstler kann nur dann Schöpfer sein, wenn die Formen auf seinem Bild nichts mit der Natur gemein haben. Denn Kunst ist die Fähigkeit, eine Konstruktion zu erschaffen, die nicht aus der Wechselbeziehung zwischen Formen und Farbe entsteht und auch nicht auf der Grundlage ästhetischen Sinns für die Schönheit der Komposition, sondern auf der Grundlage der Bedeutung, Geschwindigkeit und Richtung der Bewegung.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Man muß das Schöpfertum bewußt als Lebenszweck setzen, als Selbstvervollkommnung des Menschen, und daher müssen heute noch verbreitete Kunstansichten verändert werden: Die Kunst ist kein Bild des Genusses, der Dekoration, der Stimmung, der Erfahrung, keine Darstellung des Naturschönen.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Die von der Malfarbe entbundene Fläche auf dem Tuch aus weißer Leinwand erzeugt in unserem Bewußtsein unmittelbar die starke Empfindung von Raum. Ich fühle mich in eine Tiefseewüste versetzt, wo man die Schöpfungsmomente des Universums um sich herum spürt.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Die Moderne kann schwerlich an dem antiken Dreieck festhalten, denn ihr gegenwärtiges Leben ist viereckig.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Der Realismus des Bildes besteht in der gleichzeitigen Vorgabe von drei großen bildnerischen Bedingungen: den Linien, den Formen und den Farben.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

1913
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«In meinem verzweifelten Bemühen, die Kunst vom Ballast der gegenständlichen Welt zu befreien, floh ich zur Form des Quadrats.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Die Anstrengung richtete sich nicht darauf, die Gesamtheit des Gegenstandes wiederzugeben, sondern im Gegenteil, seine Pulverisierung und Zerlegung in seine Grundelemente war unerlässlich zur Herstellung von malerischen Kontrasten.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

1915
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«Erst, wenn die Gewohnheit und das Bewusstsein verschwunden sein werden, in Bildern, die Darstellung kleiner Ecken der Natur, Madonnen oder Venusdarstellungen zu sehen, werden wir das malerische Werk erkennen […]»

 
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«Ich habe die Knoten der Weisheit durchschlagen und das Bewußtsein der Farbe befreit. […] Ich habe das Unmögliche überwunden und die Abgründe zu meinem Atem gemacht. Ihr aber zappelt in den Netzen des Horizonts wie Fische! Wir, die Suprematisten, bahnen euch den Weg. Beeilt euch! Denn schon morgen werdet ihr uns nicht mehr erkennen.»

Quellenangabe:Hans-Peter Riese:Malewitsch, Kasimir,erschienen im Rowohlt Verlag,1999

 
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«Als Selbsterkenntnis in der rein utilitaristischen Vollendung des ‚Allmenschen‘ im allgemeinen Lebensbereich haben sie eine weitere Bedeutung bekommen: das schwarze als Zeichen der Ökonomie, das rote als Signal der Revolution, und das weiße als reine Wirkung.»

Quellenangabe:Hans-Peter Riese:Malewitsch, Kasimir,erschienen im Rowohlt Verlag,1999

über Michelangelo
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«Als Michelangelo den David schuf, tat er dem Marmor Gewalt an, verunstaltete ein herrliches Stück Stein. Der Marmor verschwand - David entstand. Und er irrte sich gründlich, als er sagte, er habe David aus dem Marmor heraus geschaffen. Der entstellte Marmor wurde zuerst von Michelangelos Gedabjeb an David entehrt.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008, Seite 94

1927
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«Der Mensch beobachtet in der Natur die unbewußte, "ungeordnete" Aktivität der Elemente und ist bestrebt, dieselbe im Sinne der "Gesetzmäßigkeit" seines Bewußtseins zu ordnen.»

Quellenangabe:Einführung in die Theorie des additionalen Elementes der Malerei

1927
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«Alles, was wir Natur nennen, ist lediglich ein Phantasiegebilde, das nicht die geringste Ähnlichkeit mit der Tatsächlichkeit hat.»

Quellenangabe:Einführung in die Theorie des additionalen Elementes der Malerei

1927
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«Ein Künstler, der nicht imitiert, sondern schafft - bringt sich selbst zum Ausdruck; seine Werke sind keine Spiegelbilder der Natur, sondern neue Tatsächlichkeiten, die nicht weniger bedeutend sind als die Tatsächlichkeiten der Natur selbst.»

Quellenangabe:Einführung in die Theorie des additionalen Elementes der Malerei

1927
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«Somit hätten wir drei Tätigkeitskategorien zu unterscheiden:
1. die des Erfindens (der Gestaltung des Neuen) / progressiv
2. die des Kombinierens (der Umgestaltung des Vorhandenen) / progressiv
3. die des Reproduzierens (der Nachbildung des Vorhandenen) / reaktionär»

Quellenangabe:Einführung in die Theorie des additionalen Elementes der Malerei

1927
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«Wenn man behaupten darf, dass Kunstwerke Gestaltungen unseres Unterbewusstseins (oder Überbewusstseins) sind, so muss man annehmen, daß dieses Unterbewusstsein unfehlbarer als das Bewusstsein ist.»

Quellenangabe:Einführung in die Theorie des additionalen Elementes der Malerei

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