«Mies van der Rohe zum Beispiel bezeichnete Architektur als den Raum gewordenen Willen einer Epoche. Hier wurde das Selbst – der moderne Autor – seiner narrativen und diskursiven Funktion entkleidet und auf die Interpretation des Geistes einer Zeit reduziert. Auf diese Weise beginnt der Autor, autonom zu werden, und die gestaltende Hand des Architekten verschwindet.(...) Es ist aber auch möglich, den Zeitgeist auf eine andere Art zu betrachten, nämlich indem man über den Affekt in der Architektur nachdenkt.»

Quellenangabe:Aura und Exzeß,1995