Marcel Duchamp Zitate

1922
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«Sie kennen genau meine Meinung hinsichtlich der Fotografie. Ich würde es gerne sehen, wenn sie die Leute zur Verachtung der Malerei bringt, bis dann etwas anderes die Fotografie unerträglich macht.»

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«Ich glaube, die Kunst ist die einzige Tätigkeitsform, durch die der Mensch als Mensch sich als wahres Individuum manifestiert. Durch sie allein vermag er das animalische Stadium zu überwinden, denn die Kunst ist ein Ausweg in Regionen, wo weder Zeit noch Raum herrschen. Leben heißt glauben, wenigstens glaube ich das.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007, Seite 118

 
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«Ich wollte ja eigentlich kein Kunstwerk daraus machen. Der Ausdruck 'Readymade' tauchte erst im Jahre 1915 auf, als ich nach Amerika ging. Er interessierte mich als Wort, aber als ich ein Fahrrad-Rad mit der Gabel nach unten auf einen Schemel montierte, dachte ich dabei weder an ein Readymade noch an irgendetwas anderes, ich wollte mir so nur die Zeit vertreiben. Es gab keinen bestimmten Grund dafür, ich wollte es nicht ausstellen und nicht beschreiben. Nichts dergleichen...»

 
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«Wenn auch nicht alle Künstler Schachspieler sind, so sind doch alle Schachspieler Künstler.»

über Francis Picabia
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«Zwischen 1917 und 1924 bietet die Dadabewegung, ein metaphysischer Versuch zum Irrationalen hin, wenig Möglichkeiten für die Malerei. Doch zeigt gerade Picabia in den Bildern dieser Zeit seine große Affinität zum Geiste Dadas. Danach malt er über Jahre nur Aquarelle im akademischen Stil, Spanierinnen im Landeskostüm. Später geht er das Problem der Durchsichtigkeit (transparence) in der Malerei an. Durch das Nebeneinanderstellen transparenter Formen und Farben erreicht er auf der Leinwand sozusagen eine dritte Dimension ohne Zuhilfenahme der Perspektive. Picabia gehört zum Typ der fruchtbaren Künstlers, der das perfekte Werkzeug besitzt: eine unermüdliche Phantasie.»

Quellenangabe:Harald Szeemann:Der Hang zum Gesamtkunstwerk,Europäische Utopien seit 1800,1983, Seite 303

 
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«Eine der wichtigsten dieser Verantwortungen [des Künstlers] ist die AUSBILDUNG des Intellekts, obschon, beruflich gesprochen, der Intellekt nicht die Basis der Entstehung des künstlerischen Genies ist.»

Quellenangabe:Künstler in der Lehre,erschienen im Fundus Verlag,2007, Seite 45

 
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«Heutzutage ist der Künstler ein merkwürdiges Reservoir an para-spirituellen Werten, in absoluter Opposition zum alltäglichen FUNKTIONALISMUS,für den die Wissenschaft die Huldigung einer blinden Bewunderung empfängt. Ich sage blind, weil ich nicht an die höchste Wichtigkeit dieser wissenschaftlichen Lösungen glaube, die nicht einmal die persönlichen Probleme des menschlichen Wesens berührt.»

Quellenangabe:Künstler in der Lehre,erschienen im Fundus Verlag,2007, Seite 46

 
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«[…] aber die Idee [des Ready-mades, d.A.] ist die Wahl eines manufakturierten Objektes, eines ready-made-Objektes. Sie können täglich viele auswählen, wenn Sie wollen, aber das Entscheidende ist, eines auszuwählen, von dem Sie nicht angezogen werden wegen seiner Form oder sonst was, sehen Sie. Mit dem Gefühl der Indifferenz ihm gegenüber pflegte ich es zu wählen, sehen Sie. Und das war schwierig, weil alles schön wird, wenn Sie es lange genug anschauen.»

Quellenangabe:Marcel Duchamp:Marcel Duchamp: Interviews und Statements,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1991, Seite 215

 
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«Ich möchte ganz einfach sagen, daß Kunst gut, schlecht oder indifferent sein kann, aber daß wir sie, gleich mit welchem Beiwort, Kunst nennen müssen: schlechte Kunst ist immer noch Kunst, wie ein schlechtes Gefühl doch ein Gefühl ist.»

 
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«Indifferenz – Indifferenz gegenüber dem Geschmack. Weder Geschmack im Sinne der photographischen Wiedergabe noch Geschmack im Sinne des gut gemachten Materials.»

Quellenangabe:Marcel Duchamp:Marcel Duchamp: Interviews und Statements,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1991, Seite 206

über Max Ernst
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«Bretons Einfluss ist unbestritten. Natürlich weisen die amerikanischen Künstler immer wieder darauf hin, daß sie selbst gute Sachen gemacht haben, vergessen aber nicht ihre Inspirationsquellen in Gestalt von Breton, Masson, Max Ernst und Dalí, oder auch Matta.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Ich sage bloß, die Kunst ist eine Täuschung.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007, Seite 70

 
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«In France there is an old saying, 'stupid like a painter'. The painter was considered stupid, but the poet and writer very intelligent. I wanted to be intelligent. I had to have the idea of inventing. It is nothing to do what your father did. It is nothing to be another Cézanne. In my visual period there is a little of that stupidity of the painter. All my work in the periode before the Nude was visuell painting. Then I came to the idea. I thought the ideatic formulation a way to get away from influences.»

Quellenangabe:Joseph Kosuth:Art after Philosophy and After,Collected Writing, 1966-1990,erschienen im MIT Press Verlag,1991, Seite 25

 
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«Die Kritik an der modernen Kunst ist die natürliche Folge der Freiheit, die dem Künstler gegeben ist, um seine individuelle Sicht darzustellen. Ich betrachte das Barometer der Opposition als ein gesunde Anzeige der Tiefe des individuellen Ausdrucks. Je feindseliger die Kritik, desto mehr sollte der Künstler ermutigt sein.»

über Marc Chagall
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«Chagall würde seine Großmutter mit himmelblauer Farbe übergießen, wenn er sie für Dollars verkaufen könnte.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008, Seite 32

über Fernand Léger
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«Léger, ein Proletarier? Daß ich nicht lache, der ist doch nichts anderes als ein kleinbürgerlicher Pferdemetzger.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008

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