Paul Klee Zitate

über Franz Marc
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«Wenn ich sage, wer Franz Marc ist, muss ich zugleich bekennen, wer ich bin, denn vieles, woran ich teilnehme, gehört auch ihm. Menschlicher ist er, er liebt wärmer, ausgesprochener. Zu den Tieren neigt er sich menschlich. Er überhöht sie zu sich.»

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Quellenangabe:Franz Marc:Paul Klee Tagebücher 1898-1918,erschienen im DuMont Verlag,2006

 
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«Die Musik über alles lieben, heißt, unglücklich sein.»

Quellenangabe:Paul Klee:Klee Tagebücher 1898-1918,erschienen im DuMont Verlag,1995

1929
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«Das Bauhaus regt mich weiter nicht auf, aber man verlangt von mir Dinge, die nur sehr teilweise fruchtbar sind. Das ist und bleibt unerfreulich. Niemand kann etwas dafür, außer mir, der ich nicht den Mut finden kann, wegzugehn.»

Quellenangabe:Brief an seine Frau Lily

 

«Die Sonne von einer finsteren Kraft. Die farbige Klarheit am Lande verheißungsvoll. Macke spürt das auch. Wir wissen beide, dass wir hier gut arbeiten werden.»

 

«Die Natur kann sich Verschwendungen in allem erlauben, der Künstler muß bis ins letzte sparsam sein. Die Natur ist beredt bis zum Veworrenen, der Künstler sei ordentlich verschwiegen. - Wenn bei meinen Sachen manchmal ein primitiver Eindruck entsteht, so erklärt sich diese Primitivität aus meiner Disziplin, auf wenige Stufen zu reduzieren. Sie ist nur Sparsamkeit, also letzte professionelle Erkenntnis, also das Gegenteil von wirklicher Primitivität.»

 

«Der Künstler mißt der natürlichen Erscheinungsform nicht die zwingende Bedeutung bei wie viele der Kritik übenden Realisten. Er fühlt sich an diese Realität nicht so sehr gebunden, weil er an diesen Form-Enden (der Natur) nicht so sehr den Schöpfungsprozeß sieht. Denn ihm liegt mehr an den formenden Kräften als an den Form-Enden.»

 

«Die Unterschriften [Bildtitel] weisen nur eine von mir empfundene Richtung. Es bleibt ihnen überlassen, sie anzunehmen oder abzulehnen und eigene zu versuchen [...]. Setzen Sie eine Unterschrift nicht mit einem Vorhaben gleich.»

über Anselm Feuerbach
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«Feuerbach läßt mich kalt, und Moritz von Schwind gewinnt mir ein Lächeln ab.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008

1923
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«Sie werden nie etwas erreichen, es sei denn, Sie arbeiten darauf hin. Sie können nicht auf halbem Weg den Vorgang durchbrechen und, am wenigsten können Sie mit dem Ergebnis beginnen.
Sie müssen von vorne beginnen. Dann werden Sie jede Spur von Künstlichkeit vermeiden und der schöpferische Prozess wird ohne Unterbrechung vor sich gehen.»

Quellenangabe:Paul Klee an die Studenten des Bauhauses

 
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«Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.»

Quellenangabe:Paul Klee:Klee Tagebücher 1898-1918,erschienen im DuMont Verlag,1995

1920
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«Wenn ein Punkt Bewegung und Linie wird, so erfordert das Zeit. Ebenso, wenn sich eine Linie zur Fläche verschiebt. Desgleichen die Bewegung von Flächen zu Räumen. Entsteht vielleicht ein Bildwerk auf einmal? Nein, es wird Stück für Stück aufgebaut, nicht anders als ein Haus. Und der Beschauer, wird er auf einmal fertig mit dem Werk? (Leider oft ja.)»

Quellenangabe:Minerva, Jenaer Schriften Zur Kunstgeschichte, Band 10, Seite 122

 
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«Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.»

Quellenangabe:Essay "Schöpferische Konfessionen"

 
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«Die Bilder, die mein kleiner Felix gemalt hat, sind besser Bilder, als die meinen.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008, Seite 71

 

«Zeichnen ist die Kunst, Striche spazieren zu führen.»

 

«Bei jedem Kunstwerk von Bedeutung bedenke, daß wahrscheinlich ein Bedeutenderes hat aufgegeben werden müssen.»

 
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«In der großen Formgrube liegen Trümmer, an denen man noch teilweise hängt. Sie liefern den Stoff zur Abstraktion. […] Je schreckensvoller diese Welt, desto abstrakter die Kunst, während eine glückliche Welt eine diesseitige Kunst hervorbringt.»

Quellenangabe:Norbert Göttler:Der Blaue Reiter Texte,erschienen im Rowohlt Verlag,2008

 

«Früher schilderte man Dinge, die auf der Erde zu sehen waren, die man gern sah oder gern gesehen hätte. Jetzt wird die Relativität der sichtbaren Dinge offenbar gemacht und dabei dem Gedanken Ausdruck verliehen, daß das Sichtbare im Verhältnis zum Weltganzen nur isoliertes Beispiel ist und das andere Wahrheiten latent in der Überzahl sind. Die Dinge erscheinen in erweitertem und vermannigfaltigtem Sinn, der rationellen Erfahrung von gestern scheinbar widersprechend. Eine Verwesentlichung des Zufälligen wird angestrebt.»

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