«Das Interessante sind all die Gespräche, die geführt werden, damit etwas passiert. Diese Gespräche üben eine transformative Kraft auf deine Meinung von einem Ort und deine Erfahrung mit ihm aus. Die Intelligenz einer Stadt, die einen kommerziellen Ruf hat, eine Industrie, die Bilder produziert und in die ganze Welt exportiert, die so unglaublich resistent dagegen ist, repräsentiert zu werden. Das ist eine faszinierende Idee, glaub ich.»
Sarah Morris Zitate
«Kunst ist ein Erkundungsprozess, ich mache Bilder und Filme, weil ich etwas herausfinden will. Für mich bedeutet Kunst, ständig und gleichzeitig viele Gespräche zu führen, Film ist einer der Wege, dies zu tun. Meine Arbeiten enthalten Koordinaten, die eine bestimmte Position aufzeigen, die ich in Beziehung zu Raum und Zeit eingenommen habe.»
Quellenangabe:Im Gespräch mit Brita Sachs in der FAZ vom 25. April 2008, S. 50
«Ich war schon immer sehr an der Geschichte der Olympiade von 1972 interessiert, vor allem an der ästhetischen Geschichte – was Otl Aicher mit seinen Piktogrammen, Günter Behnisch mit seiner Olympiaanlage geschaffen haben....»
Quellenangabe:Sarah Morris: Tragödie ja, Scheitern nein
«Die Idee, wie man den Moment eines Scheiterns benutzt: Manche benutzen ihn für ihr politisches Programm, oder – wie ich – für ein Kunstwerk. Ich betrachte die Ereignisse in München nicht als Scheitern. Eine Tragödie, ein Drama ja, aber Scheitern? Nein, da bin ich nicht sicher. Ursprünglich hatte mich interessiert, inwieweit die Architektur und die Grafik dieser Olympischen Spiele unabhängig von den politischen Ereignissen wahrgenommen wurden und wirkten. Wie die Deutschen mit diesen „heiteren Spielen“ nach dem Krieg ein neues Image ihres Landes verbreiten wollten. Ich denke, darin waren sie sehr erfolgreich. Auf der anderen Seite wurde die Geiselnahme als „Massaker von München“ bekannt. [über ihren Film '1972']»
Quellenangabe:Sarah Morris: Tragödie ja, Scheitern nein
«Als Künstlerin sehe ich die Dinge so. Alles kann zum Thema werden. Politik, Grafikdesign, Architektur, Entertainment, Gesetze. Es geht mir nicht nur darum, Architektur zu zeigen oder das Scheitern darzustellen. Ich versuche zu verdeutlichen, wie Architektur in der Gesellschaft funktioniert und auf die Menschen wirkt. Ähnlich sollen auch meine Gemälde wirken. Kunst handelt von Kommunikation und sicher davon, Fragen aufzuwerfen. Wie hätte etwas aussehen können? Wie soll etwas in der Zukunft aussehen?»
Quellenangabe:Sarah Morris: Tragödie ja, Scheitern nein
«The emptiness and flatness reflects the way things are. It's perverse to create a seductive emptiness. The work distorts reality by simplifying experiences into code and icons. I amplify, distort and exaggerate. I am putting a foot on the accelerator.»
Quellenangabe:Kestner Gesellschaft
