Theo van Doesburg Zitate

 
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«Der wirklich moderne - d.h. bewußte - Künstler hat eine doppelte Aufgabe. Erstens: das rein gestaltete Kunstwerk zu erzeugen; zweitens: das Publikum für die Schönheit der reinen bildenden Kunst empfänglich zu machen»

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Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Wenn die Ausdrucksmittel von allen Eigentümlichkeiten befreit sind, stehen sie in Beziehung mit dem eigentlichen Ziel der Kunst: eine universelle Sprache zu schaffen.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

1918
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«... art and life are no longer separate domains.. ..The word ‘art’ no longer has anything to say to us. In place of that, we (= De Stijl) insist upon the construction of our surroundings according to creative laws, deriving from a fixed principle»

Quellenangabe:Anna Moszynska:Abstract Art,1990

 
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«We speak of concrete and not abstract painting because nothing is more concrete, more real than a line, a colour, a surface.»

Quellenangabe:Anna Moszynska:Abstract Art,1990

 
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«It must be emphasized that in seeing a work of art that has been composed by precise means, the viewer does not perceive dominant details. His impression is one of perfect balance to which all the parts contribute, an impression which not only applies to the parts as such, but is transmitted also to the relation existing between the work of art and the viewer. Although it is very difficult to express in words the effect of a work of art, it may be said that the viewer’s deepest impression can best be defined as the achievement of a balance between objective meaning and subjectieve meaning, both directly penetrated by awareness. He has a sensation of height and of depth which are no longer in any way bound to natural conditions or to spatial dimensions, a sensation which places the viewer in a state of consciousnes harmony.»

Quellenangabe:Abstract Painting, Michel Seuphor, Dell Publishing Co. 1964, p. 85-86

1925
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«True artistic experience is never passive, for the spectator is obliged to participate, as it were, in the continuous or discontinuous variations of proportions, positions, lines and planes. Moreover, he must see clearly how this play of repeated or non-repeated changes may give rise to a new harmony of relations which will constitute the unity of the work. Every part becomes organized into a whole with the other parts. All the parts contribute to the unity of the composition, none of them assuming a dominant place in the whole.»

Quellenangabe:Abstract Painting, Michel Seuphor, Dell Publishing Co. 1964, p. 86

 
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«Diese experimentellen Kunstäußerungen bewegen sich auf Grund einer noch unvollkommenen dualistischen Lebensauffassung zwischen Gefühl und Intellekt. Weder Gefühl allein, noch Intellekt allein können uns die Lösung des Kunstproblems bringen.»

Quellenangabe:Theo van Doesburg, Der Wille zum Stil, Seite 30

 
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«Das Kunstwerk muss im Geist vollständig konzipiert und gestaltet sein, bevor es ausgeführt wird. Es darf nichts von den formalen Gegebenheiten der Natur, der Sinne und der Gefühle enthalten. Wir wollen Lyrismus, Dramatik, Symbolik usf. ausschalten. Das Bild muss ausschließlich aus plastischen Elementen konstruiert werden, d. h. aus Flächen und Farben. Ein Bildelement hat keine andere Bedeutung als sich selbst.

Denn wir haben die Zeit des Suchens und der spekulativen Experimente hinter uns gelassen. Auf der Suche nach der Reinheit waren die Künstler gezwungen, die Naturform zu zerstören. Heute ist die Idee der Kunstform ebenso veraltet wie die Idee der Naturform.

Wir sehen die Zeit der reinen Malerei voraus. Denn nichts ist konkreter, wirklicher, als eine Linie, eine Farbe, eine Oberfläche… Konkrete und nicht abstrakte Malerei. Denn der Geist hat den Zustand der Reife erreicht. Er braucht klare, intellektuelle Mittel, um sich auf konkrete Art zu manifestieren.

Die Farbe ist die Grundsubstanz der Malerei. Sie bedeutet nur sich selbst. Die Malerei ist ein Mittel, um auf optische Weise den Gedanken zu verwirklichen. Jedes Bild ist ein Farbgedanke. Bevor das Werk in Materie umgesetzt wird, besteht es auf vollständige Art im Bewusstsein. Es ist auch nötig, dass die Realisierung eine technische Perfektion aufweist, die der des geistigen Entwurfes ebenbürtig ist. Wir arbeiten mit den Größen der Mathematik und der Wissenschaft, das heißt: mit den Mitteln des Denkens.»

Quellenangabe:Konstruktive Konzepte,Eine Geschichte der konstruktiven Kunst vom Kubismus bis heute,2000

1929

«Als Reaktion gegen den Dekorativismus erhob sich vor etwa 15 Jahren der Ruf: ‚Zurück zur rationellen Konstruktion! Nieder mit dem Ornament!‘ Man sah das Ornament als ein Verbrechen an und verbannte die Farbe vollständig aus der Architektur. Man schuf nur noch ‚grau in grau‘. An der Grenze der Konstruktion hörte die Welt der Farbe auf. Die Architektur wurde nackt, Knochen und Haut.»

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