Wassily Kandinsky Zitate

über Kasimir Malewitsch
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«Das Zusammentreffen des spitzen Winkels eines Dreiecks mit einem Kreis ist von nicht geringerer Wirkung als die Berührung zwischen dem Finger Gottes und dem Adams bei Michelangelo.»

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Quellenangabe:Hans-Peter Riese:Malewitsch, Kasimir,erschienen im Rowohlt Verlag,1999

 
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«Die Notwendigkeit schafft die Form.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«Je tiefer das Blau wird, desto tiefer ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem. Es ist die Farbe des Himmels.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Über das Geistige in der Kunst,Insbesondere in der Malerei,2003, Seite 93

 
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«Ein Bild muß klingen und von einem inneren Glühen durchtränkt sein.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Jede Kunst hat eine eigene Sprache, d.h. die nur ihr eigenen Mittel. So ist jede Kunst etwas in sich Geschlossenes. Jede Kunst ist ein eigenes Leben. Sie ist ein Reich für sich.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

1911
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«Die Literatur, Musik und Kunst sind die ersten empfindlichsten Gebiete, wo sich die geistige Wendung bemerkbar macht in realer Form. Diese Gebiete spiegeln das düstere Bild der Gegenwart sofort ab, sie erraten das Große, was erst als kleines Pünktchen nur von wenigen bemerkt wird und für die große Menge nicht existiert.»

1912

«[...] zwei Pole sind: 1. die große Abstraktion, 2. die große Realistik. Diese zwei Pole eröffnen zwei Wege, die schließlich zu einem Ziel führen. Zwischen diesen zwei Polen liegen viele Kombinationen der verschiedenen Zusammenklänge des Abstrakten mit dem Realen. Diese beiden Elemente waren in der Kunst immer vorhanden [...].»

über Alexej Jawlensky
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«Offengestanden finde ich es mit der Tupfenmalerei bei Jawlensky nicht ganz richtig. Diese Art kann sich jeder nehmen, wenn er Lust dazu hat.»

Quellenangabe:Peter Dittmar:Künstler beschimpfen Künstler,erschienen im Reclam Verlag,2008

 
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«Das Malen ist ein donnernder Zusammenstoß verschiedener Welten, die in und aus dem Kampfe miteinander die neue Welt zu schaffen bestimmt sind, die das Werk heißt. Jedes Werk entsteht technisch so, wie der Kosmos entstand – durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluß eine Symphonie bilden, die Sphärenmusik heißt. Werkschöpfung ist Weltschöpfung.»

Quellenangabe:Harald Szeemann:Der Hang zum Gesamtkunstwerk,Europäische Utopien seit 1800,1983, Seite 270

 
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«Wir können außerdem auch ganz mit Recht behaupten, daß bis zur Gegenwart die intellektuelle Arbeit als solche, das heißt ohne intuitives Element, niemals lebende Werke hervorbrachte. […] Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sprechen: meine verschiedenen Versuche, von Anfang bis zu Ende auf eine ausschließliche vernunftgemäße Art zu verfahren, haben niemals zu einer wahren Lösung geführt.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Essays über Kunst und Künstler,erschienen im Niggli Verlag,1986, Seite 147

 
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«Wenn ich die Regeln des Tischlers kenne, so werde ich immer einen Tisch machen können. Der aber, welcher die vermutlichen Regeln des Malers kennt, darf nicht sicher sein, daß er ein Kunstwerk schaffen kann. Diese vermutlichen Regeln, [...] sind nichts als Erkenntnis der inneren Wirkung der einzelnen Mittel und ihrer Kombinierung. Es wird aber nie Regeln geben, durch welche eine gerade in einem bestimmten Falle notwendige Anwendung der Formwirkung und Kombinierung der einzelnen Mittel zu erreichen sein wird.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Essays über Kunst und Künstler,erschienen im Niggli Verlag,1986, Seite 37

 
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«Alle Mittel sind heilig, wenn sie innerlich-notwendig sind. Alle Mittel sind sündhaft, wenn sie nicht aus der Quelle der inneren Notwendigkeit stammen. [...] Nur durch Gefühl [...] ist das künstlerisch Richtige zu erreichen. [...] Bei sichersten Proportionen, bei feinsten Waagen und Gewichten, kommt aus der Kopfrechnung und deduktiven Wägung nie ein richtiges Resultat zur Folge.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Über das Geistige in der Kunst,Insbesondere in der Malerei,2003, Seite 38

 
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«Ja, die Harmonie! Eine komplizierte Angelegenheit, an die man sich verlieren kann. Das Gegenteil der Harmonie ist die Disharmonie. Und im Laufe der ganzen Geschichte der Malerei wird die Disharmonie von gestern zur Harmonie von morgen.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Essays über Kunst und Künstler,erschienen im Niggli Verlag,1986, Seite 239

 
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«Die neue Kunst hat den Grundsatz in den Vordergrund gestellt, dass Kunst nur sich selbst zum Inhalt haben kann. So finden wir denn in ihr nicht die Idee von irgendetwas, sondern nur die Idee von der Kunst selbst, von ihrem Selbstinhalt. Die ureigene Idee der Kunst ist ihre Gegenstandslosigkeit.»

1925
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«Der Punkt ist Urelement, Befruchtung der leeren Fläche. Die Horizontale ist kalte, tragende Basis, schweigend und „schwarz“. Die Vertikale ist aktiv, warm, „weiß“. Die freien Geraden sind beweglich, „blau“ und „gelb“. Die Fläche selbst ist unten schwer, oben leicht, links wie „Ferne“, rechts wie „Haus“.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Punkt und Linie zu Fläche,1986

 

«Jedes Kunstwerk entsteht technisch so, wie der Kosmos entstand - durch Katastrophen, die aus dem chaotischen Gebrüll der Instrumente zum Schluß eine Symphonie bilden, die Sphärenmusik heißt. Werkschöpfung ist Weltschöpfung.»

 
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«Die Kunst ist ein kompliziertes Phänomen.»

Quellenangabe:1460 Antworten auf die Frage: was ist Kunst?,erschienen im DuMont Verlag,2007

 
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«Jedes Kunstwerk ist Kind seiner Zeit, oft ist es Mutter unserer Gefühle.»

Quellenangabe:Kunsttheorie im 20. Jahrhundert,Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Band I: 1895 - 1941. Band II: 1940 - 1991,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1998, Seite 111

 
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«Den Namen 'Der Blaue Reiter' erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc – Pferde, ich – Reiter. So kam der Name von selbst.»

Quellenangabe:Norbert Göttler:Der Blaue Reiter Texte,erschienen im Rowohlt Verlag,2008, Seite 82

 
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«[…] das verlorene Gleichgewicht, fallende ›Prinzipien‹, [...] scheinbar zielloses Streben, [...] Gegensätze und Widersprüche – das ist unsere Harmonie.»

Quellenangabe:Wassily Kandinsky:Essays über Kunst und Künstler,erschienen im Niggli Verlag,1986, Seite 113

 
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«Die Farben und Formenharmonie muß allein auf dem Prinzip der zweckmäßigen Berührung der menschlichen Seele ruhen.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

 
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«In Wirklichkeit gab es nie eine Vereinigung ‚Der Blaue Reiter’, auch keine ‚Gruppe‘, wie es oft irrtümlich beschrieben wird. Marc und ich nahmen das, was uns richtig erschien, […] ohne sich um irgendwelche Meinungen oder Wünsche zu kümmern.»

Quellenangabe:Klaus Lankheit:Franz Marc im Urteil seiner Zeit,1989

 
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«Ein großes spitzes Dreieck in ungleiche Teile geteilt, mit der spitzesten, kleinsten Abteilung nach oben gewendet – ist das geistige Leben schematisch richtig dargestellt. Je mehr nach unten, desto größer, breiter, umfangreicher und höher werden die Abteilungen des Dreiecks.»

Quellenangabe:Kunsttheorie im 20. Jahrhundert,Künstlerschriften, Kunstkritik, Kunstphilosophie, Manifeste, Statements, Interviews. Band I: 1895 - 1941. Band II: 1940 - 1991,erschienen im Hatje Cantz Verlag,1998, Seite 112

 
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«Wenn ich z.B. in den letzten Jahren so oft und leidenschaftlich gern den Kreis verwende, so ist der Grund (oder die Ursache) nicht die "geometrische" Form des Kreises oder seine geometrische Eigenschaften, sondern mein starkes Empfinden der inneren Kraft des Kreises in seinen unzähligen Variationen; ich liebe den Kreis heute, wie ich früher z.B. das Pferd geliebt habe.»

Quellenangabe:Dietmar Elger:Abstrakte Kunst,erschienen im Taschen Verlag,2008

1911
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«Ein Künstler, welcher in der wenn auch künstlerischen Nachahmung der Naturerscheinungen kein Ziel für sich sieht und ein Schöpfer ist, welcher seine innere Welt zum Ausdruck bringen will und muß, sieht mit Neid, wie solche Ziele in der heutigen unmateriellsten Kunst - der Musik - natürlich und leicht zu erreichen sind. Es ist unverständlich, daß er sich ihr zuwendet und versucht, dieselben Mittel in seiner Kunst zu finden.»

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